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Visitenkarte: Maße in Pixel für den Druck

Eine Visitenkarte im Standardformat 85 × 55 mm hat bei 300 dpi 1004 × 650 Pixel. Mit 3 mm Beschnitt rundherum wird daraus ein Datenformat von 91 × 61 mm, also 1075 × 720 Pixel. Diese Werte brauchen Sie, wenn Sie Ihre Karte in einem Bildprogramm anlegen. Noch besser ist allerdings eine Datei, die gar nicht in Pixeln rechnet: ein PDF mit Vektoren.

Die Pixelmaße auf einen Blick

Format300 dpi600 dpi
85 × 55 mm (Endformat)1004 × 650 px2008 × 1299 px
91 × 61 mm (mit 3 mm Beschnitt)1075 × 720 px2150 × 1441 px
90 × 50 mm (international)1063 × 591 px2126 × 1181 px
3,5 × 2 Zoll (USA)1050 × 600 px2100 × 1200 px

Für den Druck zählt in aller Regel die zweite Zeile, denn Druckereien wollen die Datei mit Beschnitt. Für das Hochformat tauschen Sie Breite und Höhe: 720 × 1075 Pixel. Soll die Karte nur auf dem Bildschirm erscheinen, etwa als Bild im Messenger, zählt allein die Pixelzahl; die dpi-Angabe spielt dort keine Rolle.

So rechnen Sie Millimeter in Pixel um

Die Auflösung in dpi (dots per inch) oder ppi (pixels per inch) gibt an, wie viele Pixel auf einen Zoll kommen. Ein Zoll sind 25,4 mm. Die Formel lautet:

Pixel = Millimeter ÷ 25,4 × dpi

  • Breite: 85 mm ÷ 25,4 × 300 = 1003,9, gerundet 1004 px;
  • Höhe: 55 mm ÷ 25,4 × 300 = 649,6, gerundet 650 px;
  • mit Beschnitt: 91 mm ergeben 1074,8, also 1075 px, und 61 mm ergeben 720,5, also 720 px.

Die 3 mm Beschnitt entsprechen bei 300 dpi gut 35 Pixeln pro Seite. Umgekehrt ist ein Pixel bei 300 dpi nur 0,085 mm breit.

Warum 300 dpi? Für Flyer, Broschüren und Bürobedarf empfiehlt etwa Onlineprinters mindestens 300 dpi, für Plakate mindestens 200 dpi, weil man sie aus größerer Entfernung betrachtet (Onlineprinters: häufige Druckdaten-Fehler). Eine Visitenkarte hält man sich direkt vor die Augen, 300 dpi sind hier also das Minimum. Ein Bild mit 72 dpi einfach auf 300 dpi hochzurechnen, hilft nicht: Davon rät dieselbe Quelle ausdrücklich ab, weil es zu unscharfen Druckergebnissen führen kann.

Canva: die Karte in Millimetern anlegen

  1. Erstellen Sie ein Design mit benutzerdefinierter Größe in Millimetern: 85 × 55 mm. Prüfen Sie bei Vorlagen, ob wirklich dieses Maß eingestellt ist und nicht etwa das US-Format 3,5 × 2 Zoll (88,9 × 50,8 mm).
  2. Blenden Sie über Datei → Einstellungen → Beschnittzugabe für Druck anzeigen den Beschnitt ein und ziehen Sie Hintergründe bis an den äußeren Rand.
  3. Laden Sie die Karte über Teilen → Herunterladen als PDF-Druck herunter und setzen Sie das Häkchen für Zuschnittmarken und Beschnittzugabe.

Zwei Besonderheiten sollten Sie kennen. Canva legt den Beschnitt fest mit 0,125 Zoll an, also 3,175 mm pro Seite, und er lässt sich nicht ändern (Canva-Hilfe: Ränder und Beschnittzugaben). Ihre Datei misst dann 91,35 × 61,35 mm statt genau 91 × 61 mm. Prüfen Sie im Datenblatt Ihrer Druckerei, ob sie das annimmt. Außerdem exportiert „PDF-Druck“ mit 300 dpi; das CMYK-Farbprofil können Sie nur in Canva Pro, Teams, Education und Nonprofits wählen, nicht in der kostenlosen Version (Canva-Hilfe: Dateitypen).

Word: Zentimeter statt Pixel

Word kennt für Seiten keine Pixelmaße. Sie stellen die Größe in Zentimetern ein:

  1. Unter Layout → Format → Weitere Papierformate Breite 9,1 cm und Höhe 6,1 cm eintragen, also Endformat plus Beschnitt.
  2. Die Seitenränder auf 0,6 cm setzen: 3 mm Beschnitt plus 3 mm Sicherheitsabstand. Texte bleiben innerhalb der Ränder, Farbflächen ziehen Sie bis an die Blattkante.
  3. Über Datei → Speichern unter als PDF speichern.

Die Grenzen sollten Sie kennen: Word hat keine Beschnitt-Funktion und setzt keine Schnittmarken, und Farben bleiben im RGB-Modus. Für eine schlichte Karte mit schwarzer Schrift reicht das oft. Bei Farbflächen rechnet die Druckerei um, und das Ergebnis sehen Sie erst auf Papier.

Photoshop: Pixel, Auflösung, Farbmodus

  1. Datei → Neu: Breite 91 mm, Höhe 61 mm, Auflösung 300 Pixel/Zoll, Farbmodus CMYK. Photoshop zeigt dann rund 1075 × 720 Pixel an.
  2. Hilfslinien setzen: 3 mm vom Rand für die spätere Schnittkante und weitere 3 mm nach innen für den Sicherheitsabstand. Onlineprinters empfiehlt für Texte sogar 4 bis 5 mm Abstand zum Endformat.
  3. Textebenen nicht rastern und die Datei in voller Auflösung speichern.

Photoshop ist allerdings ein Pixelprogramm. Onlineprinters rät davon ab, Druck-PDFs direkt aus Photoshop zu erzeugen: Es könne ein unschöner Treppeneffekt entstehen, der bei Schrift besonders auffalle (Onlineprinters: Druckdaten aus Photoshop, Illustrator und InDesign). Für Fotos und Hintergründe ist Photoshop ideal, für eine Karte mit viel kleiner Schrift ist ein Layoutprogramm die bessere Wahl.

Warum ein Vektor-PDF besser ist als jede Pixeldatei

Eine Pixeldatei speichert die Karte als Raster aus winzigen Quadraten. Bei 300 dpi ist ein Pixel 0,085 mm breit, der Strich einer Schrift in 7 pt also nur wenige Pixel. Seine Kanten werden im Druck weich oder treppig. Ein Vektor-PDF beschreibt Buchstaben und Flächen dagegen als Formen, die erst bei der Ausgabe in der deutlich höheren Auflösung der Druckmaschine berechnet werden. Das bringt:

  • gestochen scharfe Schrift, auch in 6 oder 7 pt;
  • kleine Dateien ohne JPEG-Artefakte an Kanten und Farbflächen;
  • eingebettete Schriften: Die Druckerei sieht genau Ihre Schrift und keinen Ersatz;
  • CMYK-Farben direkt in der Datei statt einer Umrechnung aus RGB;
  • Endformat und Beschnitt als exakte Angaben im PDF.

So ist das PDF aufgebaut, das Sie mit unserem Visitenkarten-Generator erhalten: 85 × 55 mm Endformat, 3 mm Beschnitt, Schnittmarken, Texte und Formen als Vektoren, Schriften eingebettet, Farben in CMYK. Die Vorschau ist kostenlos, das druckfertige PDF kostet 7 € inkl. MwSt. Mehr zu Beschnitt und Sicherheitsabstand lesen Sie im Leitfaden Format 85 × 55 mm und Beschnitt.

Häufige Fragen

Wie viele Pixel hat eine Visitenkarte?

Im Standardformat 85 × 55 mm sind es bei 300 dpi 1004 × 650 Pixel. Mit 3 mm Beschnitt auf jeder Seite, also 91 × 61 mm, sind es 1075 × 720 Pixel.

Reichen 72 dpi für den Druck einer Visitenkarte?

Nein. 72 dpi sind ein Bildschirmwert. Für Drucksachen, die man aus der Nähe betrachtet, gelten 300 dpi als Minimum. Eine Datei nachträglich hochzurechnen, macht sie nicht schärfer.

Welche Größe stelle ich in Canva ein?

Legen Sie 85 × 55 mm als benutzerdefinierte Größe an und blenden Sie die Beschnittzugabe ein. Canva ergänzt fest 3,175 mm pro Seite und exportiert als PDF-Druck mit 300 dpi.

Kann ich eine JPG- oder PNG-Datei drucken lassen?

Das hängt von der Druckerei ab, ihr Datenblatt nennt die erlaubten Formate. Für kleine Schrift ist ein PDF mit Vektoren die bessere Wahl, weil die Buchstaben darin nicht aus Pixeln bestehen und scharf bleiben.

Geben Sie Ihre Daten ein, wählen Sie Vorlage und Farbe und prüfen Sie die kostenlose Vorschau. Für 7 € erhalten Sie sofort ein professionelles PDF im Standardformat 85 × 55 mm, mit 3 mm Beschnitt und Schnittmarken, bereit für jede Druckerei. Ohne Kundenkonto, ohne Abo.

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