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Visitenkarten erstellen

Visitenkarte erstellen: Format 85 × 55 mm, Beschnitt und Inhalt

Eine Visitenkarte ist klein, aber beim Druck kann viel schiefgehen: weiße Ränder, angeschnittene Buchstaben, blasse Farben. Dieser Leitfaden erklärt Schritt für Schritt, worauf es ankommt, damit Ihre Karte professionell aussieht.

Das Standardformat in Deutschland: 85 × 55 mm

Die meisten Visitenkarten in Deutschland messen 85 × 55 mm. Dieses Maß wird oft als „DIN-Format“ bezeichnet, eine eigene DIN-Norm für Visitenkarten gibt es jedoch nicht: 85 × 55 mm hat sich schlicht als Standard durchgesetzt. Es passt in jedes Kartenetui, in die meisten Geldbörsen und in Visitenkartenhalter am Empfang. Daneben begegnen Ihnen gelegentlich 84 × 55 mm, 90 × 50 mm (international verbreitet) oder das Scheckkartenformat 85,6 × 54 mm.

Wenn Sie keinen besonderen Grund für ein anderes Maß haben, bleiben Sie beim Standard. Jede Druckerei bietet 85 × 55 mm an, meist zum günstigsten Preis, und Ihre Karte geht in der Ablage Ihrer Kunden nicht verloren. Ob Sie Quer- oder Hochformat wählen, ist eine Gestaltungsfrage: Querformat ist üblich und bietet mehr Platz für längere Namen und E-Mail-Adressen.

Beschnitt: warum Ihre Datei 91 × 61 mm groß sein muss

Visitenkarten werden nicht einzeln gedruckt, sondern zu vielen auf einem großen Bogen. Anschließend schneidet eine Maschine die Karten aus. Dieser Schnitt ist nie ganz exakt: Eine Abweichung von einem Millimeter ist normal. Reicht eine Hintergrundfarbe oder ein Farbbalken nur genau bis zur Kante, entstehen nach dem Schnitt schnell weiße Blitzer am Rand.

Deshalb legt man rundherum einen Beschnitt (auch Anschnitt genannt) von 3 mm an. Alles, was bis zum Rand gehen soll, wird über die spätere Schnittkante hinaus verlängert. Aus 85 × 55 mm Endformat wird so ein Datenformat von 91 × 61 mm. Die äußeren 3 mm landen im Abfall, Ihre Farbe reicht trotzdem sauber bis an die Kante.

In dem PDF, das Sie bei uns erhalten, ist dieser Beschnitt bereits enthalten. Zusätzlich sind die Formate im PDF als TrimBox (Endformat) und BleedBox (Format mit Beschnitt) hinterlegt, sodass die Software der Druckerei die Maße eindeutig erkennt.

Sicherheitsabstand: Texte nicht zu nah an den Rand

Was für den Hintergrund gut ist, gilt für Texte umgekehrt: Sie sollten nicht zu nah an der Schnittkante stehen. Weicht der Schnitt ab, wäre sonst ein Buchstabe angeschnitten, oder die Telefonnummer klebt unschön am Rand. Halten Sie mit allen wichtigen Inhalten einen Sicherheitsabstand von mindestens 3 mm zur Schnittkante ein.

Unsere Vorlagen setzen alle Texte mindestens 3 mm, in der Regel 5 mm vom Rand entfernt. Die Vorschau zeigt Ihnen die Karte im Endformat, also so, wie sie nach dem Schneiden aussieht.

Schnittmarken: Orientierung für die Druckerei

Schnittmarken sind kurze, feine Linien an den vier Ecken außerhalb des Beschnitts. Sie zeigen, wo geschnitten wird. Viele Online-Druckereien setzen die Karten zwar selbst auf ihre Druckbogen und orientieren sich an den Formatangaben der Datei, Copyshops und klassische Druckereien arbeiten aber gerne mit Schnittmarken. Unsere Datei enthält beides: Schnittmarken außerhalb des Beschnitts und die exakten Formatangaben.

Ein Hinweis: Manche Druckereien verlangen in ihrem Datenblatt ausdrücklich eine Datei von genau 91 × 61 mm ohne Schnittmarken. Prüfen Sie die Anforderungen Ihrer Druckerei daher vor dem Kauf. Bei Fragen erreichen Sie uns jederzeit über das Kontaktformular.

Was gehört auf eine professionelle Visitenkarte?

Eine gute Visitenkarte beantwortet in wenigen Sekunden drei Fragen: Wer sind Sie, was machen Sie und wie erreicht man Sie? Auf die Vorderseite gehören deshalb:

  • Name und, falls passend, ein Titel (z. B. „Dipl.-Ing.“ oder „Meisterin“);
  • Funktion oder Beruf, kurz und verständlich, etwa „Elektromeister“ statt „Leiter Technik“;
  • Firma, so wie Ihre Kunden Sie kennen;
  • Telefon mit Ländervorwahl (+49), wenn Sie auch Kunden im Ausland haben;
  • E-Mail-Adresse und Website;
  • Adresse, wenn Kunden Sie besuchen oder Sie regional arbeiten.

Die Rückseite eignet sich für eine kurze Zusatzinformation: Ihre wichtigsten Leistungen, Öffnungszeiten, einen Leitsatz oder einen Hinweis wie „Notdienst rund um die Uhr“. Drei kurze Zeilen genügen. Eine überladene Karte wirkt unruhig und wird schlechter gelesen.

Achten Sie auf eine gut lesbare Schriftgröße (mindestens 7 bis 8 Punkt für Kontaktdaten) und auf ausreichenden Kontrast. Hellgraue Schrift auf weißem Papier sieht am Bildschirm elegant aus, ist gedruckt aber oft kaum zu lesen.

Farben: CMYK statt RGB

Bildschirme mischen Farben aus Licht (RGB), Druckmaschinen aus vier Druckfarben: Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK). Eine Datei in RGB wird von der Druckerei umgerechnet, und kräftige Bildschirmfarben wirken danach oft matter. Unsere PDF-Dateien sind deshalb direkt in CMYK angelegt. Schwarze Texte sind reines Schwarz, damit sie gestochen scharf gedruckt werden. Kleine Farbabweichungen zwischen Bildschirm und Papier lassen sich trotzdem nie ganz vermeiden: Jedes Papier und jede Maschine druckt ein wenig anders.

Papier und Veredelung

Das Papier entscheidet mit darüber, wie hochwertig Ihre Karte in der Hand wirkt. Gängig sind 300 bis 400 g/m². Unter 300 g/m² wirkt eine Karte schnell dünn; ab 350 g/m² fühlt sie sich spürbar fest an.

  • Bilderdruckpapier matt: der Klassiker, ruhig und gut beschreibbar;
  • Bilderdruckpapier glänzend: leuchtende Farben, aber schlecht zu beschreiben;
  • Naturpapier: ungestrichen, griffig, passend für Handwerk, Beratung und nachhaltige Marken;
  • Cellophanierung (matt, glänzend oder Soft-Touch): eine dünne Folie schützt die Karte und verändert die Haptik;
  • partieller UV-Lack: einzelne Elemente glänzen hervor, dafür braucht die Druckerei meist eine eigene Lackform-Datei.

Für den Einstieg ist ein mattes Papier mit 350 g/m², beidseitig farbig bedruckt (4/4), eine sichere Wahl. Viele Druckereien bieten Musterpakete an, mit denen Sie Papiere vorher in die Hand nehmen können.

PDF an eine Online-Druckerei schicken

Mit der fertigen Datei sind Sie bei der Wahl der Druckerei völlig frei. So gehen Sie vor:

  1. Wählen Sie bei der Druckerei Ihrer Wahl das Produkt „Visitenkarten“, Format 85 × 55 mm, Querformat.
  2. Wählen Sie beidseitig bedruckt (4/4 farbig), denn unser PDF enthält Vorder- und Rückseite als Seite 1 und Seite 2.
  3. Legen Sie Papier, Veredelung und Auflage fest. Der Visitenkarte-Preis hängt vor allem von der Auflage ab: 250 oder 500 Stück kosten pro Karte deutlich weniger als 50.
  4. Laden Sie das PDF im Schritt „Druckdaten hochladen“ hoch und prüfen Sie die Vorschau der Druckerei.
  5. Kontrollieren Sie den Datencheck, falls die Druckerei einen anbietet, und geben Sie den Auftrag frei.

Auch ein Copyshop vor Ort kann die Datei drucken und schneiden. Nehmen Sie das PDF einfach auf einem USB-Stick mit oder schicken Sie es per E-Mail.

Checkliste vor dem Druck

  • Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse Zeichen für Zeichen geprüft?
  • Website ohne Tippfehler und tatsächlich erreichbar?
  • Format 85 × 55 mm mit 3 mm Beschnitt (Datei 91 × 61 mm)?
  • Alle Texte mindestens 3 mm vom Rand entfernt?
  • Vorder- und Rückseite in der richtigen Reihenfolge?
  • Papier und Auflage passend zu Ihrem Bedarf gewählt?

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